Theatergesellschaft Baar
 

Geschichte 

Die Theatergesellschaft Baar hat eine lange Geschichte und besteht schon seit vielen Jahren.

17. Juli 1879
Gründung der Theatergesellschaft Baar mit dem Ziel der besonderen Pflege eines unterhaltenden und bildenden Volkstheaters. Anlass zur Gründung war der Bau des

1878
eröffneten, neuen Schulhauses Marktgass mit einem Theatersaal. Der Start war nicht einfach und die Existenz hing oft an einem dünnen Faden, sei es aus finanziellen, personellen oder äusseren Umständen. Mit einer Aktienzeichnungsaktion wollte man die finanzielle Lage absichern. In den ersten 30 Jahren des 20. Jahrhunderts hatte die Theatergesellschaft eine überregionale Ausstrahlung.Sie erreichte ihren Höhepunkt

1922
mit den Aufführungen des Volksstückes „ Bajazzo und seine Familie “. Zur zusätzlichen Attraktivität von Musik im Theater, spannte man mit dem Orchesterverein zusammen.

1930
wollte die Theatergesellschaft mit einer aufwändigen Produktion das 50 Jahr Jubiläum begehen. „ Hans Waldmann “ war aber ein Misserfolg! Die Schuld gab man den mittlerweilen überall verbreiteten Kinos.Die Wirtschaftskrise verhinderte in den nächsten 2 Jahren eine Aufführung. Interessanterweise appellierte der Arbeitgeber Verband von Zug an die verschiedenen Vereine, Veranstaltungen zu unterlassen. Danach wandte sich die Theatergesellschaft der reinen Unterhaltung zu.

1934
kam die erste Operette „ Der fidele Bauer “ zur Aufführung. In den nächsten 3 Jahren kamen noch zwei weitere dazu. Danach gab es einen 12 jährigen Unterbruch. Der Tiefpunkt der finanziellen Schwierigkeiten war zweifelsohne die am

24. April 1939
vom Betreibungsamt Baar ausgesprochene Pfändungsankündigung. Wie diese Klippe effektiv umschifft wurde, ist unbekannt. Sicher ist nur, dass am

24. September 1945
in der Brauerei vier Herren mit einem Kassabestand von 5.50 Fr. die TGB zu neuem Leben erweckten. Ab

1949
wurde der Theaterbetrieb wieder aufgenommen. Bis

1952
wurde gespielt. Erst

1962
kam es mit der Niederdorfoper zur nächsten Aufführung und

1971
wurde nochmals „ Der fidele Bauer “ gespielt. Mit dem Umbau des Gemeindesaals und auf die 700 Jahr Feier der Eidgenossenschaft gaben sich die verbliebenen Verantwortlichen einen erneuten Ruck.

1991
wurde die Triologie „ Das Fest “ Start zu einem weiteren Anlauf zur Neubelebung. Seit

1993
hat die TGB wieder jährlich gespielt. Abwechslungsweise wurden im Dezember auch Märchen, geschrieben von Beat Hägi, aufgeführt.

1999
wurde in der leerstehenden Halle der Victoria Möbelfabrik „ Der letzte Wille “ aufgeführt.

2004 und 2006  
zeigte die TGB die Stücke „ Mord an Bord “ und „ Schwarz auf Weiss “ auf einem Schiff der Zugersee Schifffahrt. Dieser Abstecher trug leider zu einem grösseren Defizit bei. Womit die Existenz der TGB wieder an einem dünnen Faden, sei es aus finanziellen, personellen oder äusseren Umständen, hing. Die TGB hat sich jedoch gehalten und

2007
mit der Schrinerhallee von Josef Zeberg ein neues Aufführungslokal gefunden. Heute nennt sich die TGB ein Kleintheater, das seinen Platz in der Baarer Kulturszene behaupten will.